Aphasie und die Sterne

Und die Woche startet bei mir mit einem ganz besonderen Buch. Aber erst einmal:

Hallo meine Lieben:-)

So. Montag Nachmittag, ich habe ganz viel auf der ToDO-Liste, entscheide mich aber natürlich für dieses wundervolle Buch: „Wie das Licht von einem erschloschenen Stern„von Nicole Boyle Rodtnes. Dazu noch ein holländisches Törtchen und einen warmen Kaffee. Besser kann man den Nachmittag nicht verbringen ❤ Aber nun zum eigentlichen Thema: „Wie das Licht von einem erschloschenen Stern“ ist ein Roman über Aphasie, einer Krankheit, bei dem der Betroffene durch ein Absterben/eine Beschädigung des Sprachzentrums im Gehirn seine Sprache verliert. Ich bin als Teenager mit der Krankheit in Verbindung gekommen, als eine Verwandte durch einen Schlaganfall ihre Sprache verloren hat, von daher hat das Buch schon mit dem Klappentext meine volle Aufmerksamkeit gewonnen. Hier die Inhaltsangabe des Verlags Beltz :

Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben.Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich wirklich berührt. Ob es daran liegt, dass ich den Kampf um die Wörter und die Verzweiflung, wenn man nichts verständliches herausbringt, selber miterlebt habe?

Rodtnes schreibt aus der Sicht von Vega. Sie ist die Protagonistin in dem Buch. Vega hat nach einem Unfall die Fähigkeit zu Sprechen verloren. Sie kann nur vereinzelt Wörter herausbringen und schwer Lesen und gar nicht schreiben. Jedes Kapitel beginnt mit einem Flashback zu der Zeit, wo der Unfall passiert ist und Vega im Krankenhaus liegt. Durch die Krankheit, kann Vega nicht mehr zur Schule gehen. Sie wird immer weiterer von ihrem früheren Umfeld isoliert, was auch daran liegt, dass bis auf ihr Freund Johan und ihre beste Freundin Ida niemand zu Besuch kommt oder versucht den Kontakt zu halten – sehr enttäuschend, wenn man von seinen „Freunden“ einfach vergessen wird. Sie spürt wie die Krankheit sie immer einsamer macht, denn mit der Zeit können auch Johan und Ida ihr Schweigen und ihren langsamen Kampf zurück zu den Wörtern nicht mehr ertragen. Nach einiger Zeit wird sie dann von ihrer Mutter (mehr oder weniger) gezwungen zu einer Selbsthilfegruppe für junge Aphasie-Patienten zu gehen und trifft dort auf Theo. Gemeinsam fangen sie an der Krankheit die Stirn zu bieten. Je mehr Tage zwischen dem Unfall und ihrer Genesung liegen, desto intensiver wird Vega von einem Traum verfolgt: jede Nacht träumt sie von ihrem Sturz in den Pool. Und jede Nacht werden die Hände auf ihrer Brust vor dem Sturz intensiver. War es etwa doch kein Unfall? Wurde Vega etwa in den Pool geschubst? Vegas Verzweiflung, Hilflosigkeit und Einsamkeit wird durch die verschiedene Situationen und Dialoge super beschrieben. Das Einzige was mich ein bisschen enttäuscht hat, war der Verrat von Johan und Ida (ich möchte hier nicht zu viel verraten). Wer das Buch liest, weiß was ich meine – einfach wieder ein bisschen zu Mainstream und vorallem zu vorhersehbar.  Insgesamt bewerte ich das Buch mit 4/5 Sternen.

Bis bald, eure Momkki.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s